Rhododendren mögens sauer

Rhododendren gehören nebst den Azaleen, Heidelbeeren, Preiselbeeren usw. zu den Moorbeetpflanzen. Diese Pflanzen können nur in saurer Erde optimal gedeihen, blühen und einen reichen Fruchtansatz bringen. Deshalb müssen alle Moorbeetpflanzen unbedingt in spezielle Moorbeeterde gepflanzt werden.

Saurer Boden findet sich nicht überall

Die idealen pH-Werte für Moorbeetpflanzen liegen im Bereich von 4.5 und 5.5. Dies bedeutet, dass sich ein normaler Gartenboden nicht für die Pflanzung von Rhododendron eignet. Es gibt allerdings mittlerweile auch sehr kalkverträgliche Sorten unter dem Namen "Inkarho". Am besten lassen Sie sich dazu im Fachgeschäft oder in einer Baumschule beraten.

Rhododendren können in sonnige bis halbschattige Lagen gepflanzt werden. Am wohlsten fühlen sie sich im leichten Schatten von Bäumen. In stark schattiger Lage lässt meistens die Blütenfülle nach und die Pflanzen entwickeln einen lockeren Wuchs. Starker Hitze ausgesetzte Lagen sind ebenfalls weniger geeignet.

Für Rhododendren gilt, dass Sie sich ein Moorbeet anlegen müssen. Heben Sie dazu ein Loch in dreifacher Breite und in doppelter Tiefe des Wurzelballens aus. Legen Sie zuunterst auf den Boden Äste aus oder füllen Sie ein paar Zentimeter dick Kies ein. Dies sorgt später für einen guten Wasserabzug. Anschliessend füllen Sie das Loch mit spezieller Moorbeeterde auf. Rhododendren sollten nicht zu tief eingepflanzt werden. Die Oberkante des Topfballens sollte maximal mit 2–3 cm Erde überdeckt sein. Anschliessend ist gutes Einwässern der Pflanzen wichtig.

Der ideale Pflanztermin für Rhododendren ist im Herbst (September bis Mitte November) und im Frühling (März bis Mitte Mai).

Anspruchslos in der Pflege

Rhododendren sind wie die meisten Gehölze anspruchslos in der Pflege. Eine der Pflegemassnahmen, die nicht unterlassen werden sollte, ist das vorsichtige Ausbrechen der verblühten Blüten. Dies fördert das Austreiben von neuen Trieben und somit auch den Blütenansatz für das kommende Jahr.

Während den heissen Sommermonaten muss auch ab und zu ans Wässern der Rhododendren gedacht werden. Die Pflanzen zeigen Ihnen Hitze-und Wasserstress durch das Einrollen der Blätter an.

In der Regel müssen Sie Rhododendren nicht schneiden. Die wahre Schönheit entfalten sie, wenn sie ungehemmt wachsen können. Allerdings können Korrektur- und Verjüngungsschnitte unternommen werden. Der beste Zeitpunkt für einen Rückschnitt ist nach der Blüte.

Vorsicht Rhododendron-Zikaden

Die Rhododendron-Zikade ist, nebst den Dickmaulrüsslern, der häufigste Schädling bei den Rhododendren. Die Zikaden selbst verursachen keine Schäden an den Blättern – diese entstehen durch die Übertragung eines Pilzes.

Die Rhododendronzikaden legen ihre Eier in den Knospen ab. Dazu stechen sie die Knospen an. Durch die entstandene Verletzung können Pilzsporen eindringen. Diese befallenen Knospen gehen im nächsten Frühling nicht auf, sondern werden schwarz und vertrocknen. Ein starker Befall mit den lästigen Rhododendron-Zikaden kann zu einem totalen Verlust der Blüte im folgenden Jahr führen. Am besten lassen Sie sich in einem Fachgeschäft über geeignete Bekämpfungsmassnahmen beraten.

Rhododendren düngen

Rhododendren brauchen für eine reiche Blüte ausreichend Nährstoffe. Damit die Erde zudem sauer bleibt, müssen sauer wirkende Dünger verwendet werden.